Freitag, 21. August 2015

Nachgedanken, Teil 1

Vor einer Woche sind Peter und ich ins Ziel der FC2015 eingelaufen.
Seither denke ich an jedem Tag an das, was ich erleben durfte. Freunde fragen mich, welches mein schönstes Erlebnis gewesen ist. Wie es meinen Fersen geht? Die Antwort zu den Fersen fällt mir leicht: jeden Tag besser! Gestern startete ich sogar den verwegen Versuch, geschlossene Schuhe zu tragen. Aber eine Minute später hatte ich schon wieder Birkenstock an den Füßen.
Auf die Frage, welches wohl mein schönstes Erlebnis gewesen sei, finde ich so schnell keine Antwort. Dafür waren die Erlebnisse zu vielseitig, zu unglaublich, zu schön.
Sicher gehört aber dazu, als wir uns als Gruppe kurz vor dem Gipfel des Passes sammelten. Wir schauten hinter uns ins Tal und bestaunten sowohl die Schönheit der Natur als auch die Strecke, die wir bereits hinter uns gebracht hatten. In diesem Augenblick fühle ich mich glücklich - und die Gesichter fünf Weggefährten erzählten eine ähnliche Geschichte.

Sonntag, 16. August 2015

Zuhause

Das Familientaxi wartete schon am Frankfurter Flughafen geduldig, obwohl die Gepäckausgabe zur Geduldsprobe wurde. Das Wiedersehen nach den zehn Tagen war ein weiterer Höhepunkt der gesamten Tour.

Der Weg nach Hause

Kiruna und Nordschweden liegt weit weg.
Wir sitzen in Stockholm und warten auf den Anschlussflug nach Frankfurt. Die Kronen sind ausgegeben, die EC-Karten heiß gelaufen.
In drei Stunden werden wir wieder ein Deutschland sein. Die Erlebnisse werden wir sicher lange in uns tragen, auch wenn der Alltag und bald wieder einholt.

Ruhetag 2: We've got the right to paaaaarty

Der Ruhetag wurde von uns heftig zur Unruhe genutzt.
Am Vormittag nutzten wir die Chance ein paar Kleinigkeiten für unsere Familien zu organisieren und smaklige Dingelchen aus ICA für Zuhause einzukaufen.
Der Nachmittag war dann ganz nach meinem Geschmack. Um 15.00 ging es ab in die Sauna. Dazu lief das Ligaradio mit den Livemoderationenen des ersten Spieltag und auf einem Riesen HDTV würde ein Livespiel der schwedischen Liga gezeigt. Yeah.
Abends sind wir im Pub versackt.. Darüber will ich nicht so viel schreiben. Nur eins : ich bin wieder passiv reisefit :-)

Samstag, 15. August 2015

Ruhetag 2: Ode an die Zivilisation

Ja, es war schön in der Wildnis Nordschwedens. Aber die Ankunft im Hotel war auch vom feinsten.
Das Doppeltimmer ist wirklich gut, die Sauna sehr schön und das Fruehstueck heute morgen sehr entlohnnd fuer die vielen Tage mit Tuetennahrung.
Wir haben insgesamt nur wenige Trekker getroffen, die sich wirklich mit dem Zeugs anfreunden konnten.
Die Pizza gestern Abend war eine sehr angemessene Entschädigung dafuer.

Jetzt gilt es Kiruna ein wenig zu entdecken.
Der Stadtkern ist sehr ueberschaubar, macht ja aber nix. Gebe ich nicht so viel Geld aus. Das Hotelzimmer hat sich ja auch bemerkbar gemacht.
Bis nachher.

Freitag, 14. August 2015

Ruhetag 1 : Der Zuch kütt

Den Ruhetag haben wir intensiv jetzt am Bahnhof verbracht. Immerhin sitzen wir im richtigen Zug.
Andere sind fälschlicherweise in den Zug eingestiegen, wollen aber nach Stockholm.
Dafür hatte ich Zeit, ein Hotelzimmer zu buchen. Fuck off, kaputte Isomatte...

Ruhetag 1 : Schwedische Gemütlichkeit

Schon krass. Gerade eben kam eine Durchsage am Bahnhof, dass sich die Abfahrt um mindestens 1h45 verzögert.
Irgendwo ist der Strom ausgefallen.
Nach hinten ist die Abfahrtzeit offen...
Für uns nur eine Geduldsprobe, für andere Reisende ein echtes Problem. Sie werden ihre Züge nach Stockholm nicht bekommen. Oh leck. Die Stimmung am Bahnhof ist fatalistisch.

Ruhetag 1: Warten auf den Zug

Die letzten Teilnehmer trudeln ein.
Auch sie bekommen Applaus. Aber die Fjällräven Classic löst sich bereits auf. Viele sind schon abgereist oder warten wie wir auf den Anschluss. Die Stände und das Trekkers Inn ist bereits abgebaut.
Die FC2015  ist jetzt Geschichte. Die Erlebnisse bleiben.
Lara und ihr Baby Conrad haben wir jetzt auch getroffen. Sie haben den Helikopter genommen. Kluge Entscheidung.
Zwei Caches haben wir nun mehr. Ein gutes Ende der Strapazen.

Ruhetag 1 : Abreisevorbereitung

Das Zelt ist abgeschlagen. Die Zugtickets sind auch schon im Sack. David hat sie uns online geordert, wir zahlen deswegen nur knapp die Hälfte.
Gerade eben haben wir Leute aus dem Hinflug wieder getroffen und Heldengeschichten ausgetauscht. Auch die Frau mit dem gebrochenem Arm ist hier. Nur Lara und das Baby konnte ich nicht mehr sehen.

Donnerstag, 13. August 2015

Ruhetag 1 : Die Trophäen

So, die wollte ich auch mal zeigen...

Ruhetag 1: Abisko am Morgen

Es Kai morgens und wie müssen heute nicht laufen. Komische Erwartung. Überhaupt war der gestrige Tag komisch. Die Etappe war mit 15 km die kürzeste, danach waren so viele Menschen um mich herum, dass ich für ein paar Stunden echt überfordert war.
Nach ein paar Bier, einer Sauna und Dusche und zwei Rentierkebab ging es langsam und die Anspannung löste sich in Entspannung.
Unsere Gruppe löst sich heute auf.
Wir reisen mit Daniel zurück nach Kiruna, die anderen nach Stockholm.
Gegen 12.30 nehmen wir dann den  Zug. Die Erholung kann beginnen.

Wandertag 5: 110 km

Unglaublich. Wir sind da.  ABISKO. Das Ziel unserer Reise. Wir werden mit Applaus derer empfangen, die schon da sind. Es ist ein erhabenes Gefühl es geschafft zu haben.
Wir müssen uns um einen Zeltplatz kümmern und mal raus aus den Klamotten.
Aber wo ist unsere Tasche?

Wandertag 5: 99 km

Die Nacht war mies. Meine Thermarest hat sich nun komplett verabschiedet.
Nun sind wir schon wieder auf den Beinen. Auf einem Schild stand noch 10,5 km bis zum Ziel. Jetzt ist es fast nur noch  Auslaufen.
Die ersten Mailadressen haben wir auch getauscht. Ein Zeichen, dass es wirklich dem Ende zugeht.

Wandertag 4: 93 km

Wir haben die n letzten Checkpoint erreicht. Dort überraschen uns die Organisatoren mit Pfannkuchen mit Sahne und Marmelade. Gerade rechtzeitig, denn die Kurzetappe war bergab sehr herausfordernd.
2 km haben wir noch bis zum Nachtlager.
Es reicht.

Wandertag 4: 82,5 km

Mittagessen auf schwedisch: Knäckebrot und Käse aus der Tube mit Schinkengeschmack.
Hier schmeckt es sehr lecker. Und wir brauchen kein Wasser heiß zu machen.
Leider hält es nicht lange an, sodass ich schon beim essen wieder hungrig bin.

Wandertag 4: 76 km

Die Nacht war stürmisch. Unser Zelt hat ganz schön gewackelt, aber es flog zum Glück nicht weg,  obwohl wir zu faul warum, die Sturmleinen abzuspannen.
Dafür begrüßte und der Morgen mit einem Mix aus horizongalem Regen, fliegenden Wolken, einem Regenbogen und Antonia, die während der Nacht erbrochen hatte.
Flexibel haben wir die Abreise um eine Stunde verschoben.

Wandertag 3: 73 km

Niemals, nie, niemals war ich so fertig wie heute. Die letzten 5km waren eine pure Herausforderung des Willens. In der Ferne sah ich den Checkpoint idyllisch an einem See liegen, aber ich hatte das Gefühl, dass ich keinen Schritt näher kam.
Einem rettenden Gedanken hab es aber. Am Fuß des Checkpoints Alesjaura gab es Rentierkebab mit Cola zu kaufen.
Mir schmeckt ja Cola immer, aber diese Dose war 'heavenly'.
Zwei Etappen haben wir noch vor uns. Zusammen läppische 35 km bis Abisko.
Zum ersten Mal weiß ich, dass ich die Fjällräven Classic als Sieger beenden werde.

PS : Meine Isomatte ist im Arsch und bläht sich auf wie ein Pizzateig. Und das am Ende eines solchen Tages. Na dann,
Nachti... oder so.

Wandertag 3 : 68 km

Grüße von den Mygga.
Sie haben gewonnen.
So viele kann ich gar nicht erschlagen, wie um uns herum schwirren.
Aber die aus dem Knie habe ich alle mit einem Schlag erwischt.

Wandertag 3 : 61 knm

Autsch. Mit diesem Heli wird eine Wanderin ausgeflogen, die sich den Arm gebrochen hat.
Wir wünschen ihre alle gute Besserung und zollen den höchsten Respekt. Die musste mir gebrochenem Arm noch ca 6 km über übelsten Terrain steil hoch und runter laufen. Ein Fjällräven Guide hat sie dabei unterstützt.
Meinen Fersen geht es aber gut. Sie wurden nach einer heilenden Nacht mit Compeed zugekleistert und mit Leukaplast Tape abgeklebt.
Ich habe fast keine Schmerzen mehr und kann es selbst kaum glauben, wie leichtfüßig ich unterwegs bin.

Wandertag 3: 56 km

Es gibt Momente, die möchte ich nie vergessen. Heute Mittag hier oben auf dem höchst Punkt der Tour de Qualen dürfte ich einen solchen Augenblick erleben.
Alles ergab sich gleichzeitig : höchster Punkt, Bergfest, Wunderbarer Ausblick, wirklich nette Leute mit glücklich abgekämpften Gesichtern, dazu einen Schluck aus Martins Whiskey-Flachmann.
Dieser Pass ist nur 1140 Meter hoch, aber er ist steinig und unwegsam.
Daniel hatte richtig Bammel vor dem heutigen Tag, aber auch er ist oben angekommen. Mit abgekämpftem Gesicht und unserem Applaus.

Wandertag 3

Ich habe ohne Socken geschlafen, damit die Füße heilen können. Dafür ist es gar nicht so einfach eine Schlafposition zu finden, wenn beide Fersen in Fetzen hängen...
Heute steht die Königsetappe aus dem Programm. Viele Höhenmeter, gerölliges Terrain. Aber zuerst muss mir Doc Martin die Füße verarzten.

Ach ja. Ich kenne jetzt das unnötigste Gepäckstück meiner Reise: Die Taschenlampe. Es wird einfach nicht dunkel...

Wandertag 2 : 46,5 km

Wahnsinn. Am Checkpoint treffen wir Lara, Christian und Conrad aus München. So weit nix ungewöhnliches, nur dass Conrad erst 18 Wochen alt ist und in der Bauchtrage von seiner Mutter getragen wird!
Wir unterhalten uns lange mit den Eltern. Sie sind nicht böse, dass wir sie als verrückt bezeichnen.
Sie überlegen selbst, ob sie sich morgen früh ausfliegen lassen.
Für heute ist unsere Reise beendet.
Die anderen gehen in die Sauna, ich dafür zum Sanitäter. Die Blasen müssen offen gelegt werden, damit sie ein bisschen abheilen.
Ich erspare euch jetzt ein Bild. Das würde euch Alpträume bereiten :-).

Wandertag 2 : 41 km

Wir machen gerade eine Pause an einem reißenden Bergbach, der in einer malerischen Umgebung liegt.
Das ist gut für mich, denn die Blasen an meinen Fersen schmerzen sehr.
Vorhin habe ich mit einem Guide gesprochen, der mir versichert hat, dass am nächsten Checkpoint eine ärztliche Versorgung erfolgen kann. Diese werde ich wohl nutzen.
Für große Entlastung hat Martin gesorgt. Er hat mir den Fuß getapt, so dass die  Blasenpflaster nicht mehr hin und her rutschen.
Auf jeden Fall freue ich mich auf das Ankommen heute.

PS : Stechmückenbodycount ca bei 20.
Stiche etwa drei.

We win.

Wandertag 2: 34 km

Krass, wie anstrengend diese 9 km zum zweiten Checkpoint in Singi wurden.
Aber die Organisation des Events empfängt uns mir etwas, was ich erneut Rentierkebab nenne: Fladenbrot, Kartoffelpürree,  Fleisch und Preiselbeeren.
Immer wieder treffe ich an diesen Checkpoints Leute, deren Gesichter mir von der Wanderung bekannt vorkommen. Immer wieder sagen wir uns Nettigkeiten auf Englisch und wünschen uns eine gute Weiterreise.
MEIN nächster Stop ist jetzt aber mal das Plumpsklo und der Hütte.

Sonntag, 9. August 2015

Wandertag 2: Guten Morgen Deutschland

Die Nacht war erholsam. Das Rauschen des Baches und Hape Kerkelings Homburg 'Ein Mann, Ein Fjord'  haben mich gegen 22.00 einschlafen lassen.
Das Wetter heute morgen ist kalt und trocken, gute Bedingungen, um die nächste Tagesetappe in Angriff zu nehmen. Wieder warten etwa 20 km auf uns auf unserem Weg nach Abisko.
Ich bin mal gleich auf das Schokomüsli aus der Trekkingtüte gespannt.

Bisher hatte ich überall Netz.
Mal sehen, wie es weitergeht mit meinen Erlebnissen aus der Komfortzone nördlich des Polarkreises.

Wandertag 1: 24 km

Endlich haben wir ein Biwak aufgeschlagen. Nach etwa 24 km steinigen, stets steigendem Weg.
Unsere Reisegruppe hat sich vergrößert. Wir haben Antonia und Martin auf der Strecke wieder getroffen. Die beiden hatten David im Schlepptau, einen Schweizer, der in Schweden lebt. Kurz vor Ende der Tagesstrecke ist noch Daniel aus Aargau zu uns gestoßen, der unter der Last seines 25 kg Rucksacks schwer zu kämpfen hat.
Zusammen haben wir die Zelte aufgebaut und unsere ersten Tüten Trekkingnahrung gefuttert : Chili con Carne, danach noch Pasta Bolognese stand auf meinem Speiseplan. Um die Sache  noch abzurunden, habe ich ein Schokopowerbar mit Roggenbrot gegessen. Jetzt bin ich rund und satt und liege auch schon im Schlafsack.
Morgen 8.30 soll es als Gruppe weitergehen nach Singi, dem zweiten Checkpoint der Reise.
Es ist übrigens sackkalt hier auf dem Hochplateau und vakkel,  so zumindest habe ich mir das schwedische Wort für 'wunderbar' gemerkt.
Godd natt, Tyskland.

Wandertag 1: 19 km

Wir haben unseren ersten Checkpoint erreicht. STF Kebnekaise nach 19 km. Fragt nicht, wie sehr dir Füße schmerzen.
Ein paar Kilometer wollen wir noch machen. Unsere schwedischen Freunde haben einen Tipp bekommen, wo es sich gut aushalten lässt.
Aber zuerst gibt es mal einen Kaffee.
Jawoll.

Wandertag 1 : ca 12 km

Wir haben an einem Bach Wasser gefasst. Vor dem Start wurden wir noch eindringlich darauf hingewiesen nur fließendes Wasser zu nutzen. Wegen der späten Schneeschmelze wäre stehendes Wasser eher bakteriell problematisch.

Nach 19 km soll unser erster Checkpoint kommen. Kebnekaise. Genau, das Kebnekaise, von der Aga, die Anführerin der Wildgänse stammt,mit der Nils Holgerson durch Lappland gereist ist.
Kebnekaise ist auch mit etwas mehr als 2000  Metern der höchste Berg Schwedens.

Wandertag 1 : 5,6 km

Ich gehe keinen Schritt weiter. Zuerst muss ich es tun.
Einen Renburgare essen. Rentierburger.
Sau lecker. Mit extra Wurst drauf.
Die Schweden verstehen was von Burgern.
Der Stopp heißt übrigens hier LapDonalds. Lappland at its best.

Samstag, 8. August 2015

Wandertag 1: 8.15

Es geht gleich los. Es ist alles so spannend. Wir haben ein sehr nettes schwedisches Pärchen getroffen: Antonia und Martin aus Stockholm.
Wir haben schon abgesprochen, dass wir heute abend zusammen Camper wollen.
Mal sehen, ob wir uns in der schwedischen Wildnis treffen werden.
Ich bin zuversichtlich.

Wandertag 1: 6.17

Wir werden zum Start transportiert. Es ist sonnig, alle wirken aufgeregt. Eine coe Stimmung.

Wegen der Blasen trage ich nun am linken Fuß zwei Strümpfe und zwei Pflaster. Aber wird schon.

Wäre es einfach, wäre es ja Fußball, wie der Outdoor Philosoph Eric S. Ja gerne sagt.

Abreisetag, 20.55

Die Abreise aus Deutschland ist beendet, die Anreise zum Start der Fjällräven Classic fast beendet.
Morgen um 6.30 bringt uns der Bus von  Kiruna, wo wir heute Lager machen, nach Nikkaluokta, wo wir um 9.00 starten werden.
Ein wenig Sorge macht mir die daumengroße Blase an der linken Ferse.
Aber Compeed hilft... hoffentlich.

Jetzt trinke ich noch einen Absacker: Erdbeer Zitrone Cider.
Lecker ist anders.
Aber hier schmeckt alles doch besonders.

Godd natt.

Abreisetag, 17.14

Angekommen und angemeldet. Unser Zelt steht. Es war super schnell aufgebaut. Danach haben alle uns registriert, bekamen freie Auswahl auf die Trekkingnahrung und den Wanderpass. Ich freue mich schon auf Kebab Kasserolle.
Am wichtigsten ist wohl der Mullbeutel, dem alle die ganze Reise mittragen werden und in am Schluss einem Offiziellen übergeben werden. Umweltschutz geht vor.

Kiruna Airport

Abreisetag, 15.27

Endlich ist der Reiseteil mir dem Flugzeug vorbei. Nun geht es mir den Bus zur Registrierung, danach einen Campingplatz suchen, dann was essen und mal sehen.

Abreisetag, 14.55

Sehr geil. Die Maschine ist noch in der Luft, und überall laufen Gespräche über die Tour. Vor uns sitzen zwei Leute, der eine von der Mosel, der andere ein Saarländer aus Hamburg, und tauschen sich mit uns aus. Auch die sind zum ersten Mal dabei. Es wird mit jeder Flugminute spannender. Außerdem haben wir gerade gehört, dass die Wettersituation schöne Tage verspricht.

Abreisetag, 13.33

Phew, das war stressig. Wie mussten die Terminals wechseln. Das war schon herausfordernd genug, aber zwischendurch lasen wir: last call. Es hat gereicht um genau pünktlich mit dem letzten Lächeln des Boarding Schalters begrüßt zu werden, zuvor pinkeln und Geldautomat zu bedienen.
Weiter geht's nach Kiruna.

Abreisetag , 11.03

Ankunft in Kopenhagen. Ein neuer Flughafen auf meiner persönlichen Weltkarte.
Während ich schlief, hat Peter sich ein wenig verändert.
Muss ich mir Sorgen machen?

Freitag, 7. August 2015

Abreisetag, 7.20

Check in in Frankfurt lief unproblematisch. Direkt neben uns sammelt sich das deutsche Minigolfnationalteam. Geil. Unsere Reise hat gut angefangen.

Abreisetag

Wach mit Kopfschmerzen. In einer Stunde kommt der Lift nach Frankfurt an den Flughafen. Das reicht noch locker für ein Frühstück und eine Ibuprofen.
Ich gönne mir noch eine Dusche. Wer weiß, wann die nächste kommt.

Weniger als 15kg... BÄM

Das erste Ziel ist erreicht. Der Rucksack ist nun mit den Goodies von Peter und seinen Tipps fertig gepackt. Und er wiegt 14.6 kg. Ich bin froh. Jetzt muss ich nur noch pennen, dann geht's los nach Schweden.
Ich bin voller Vorfreude.
Danke an meine liebe Familie, dass dieses Abenteuer möglich wird.

Fotoshooting und Zitroneneis

Das war jetzt schon eine Überraschung. Nach der problemlosen Anreise zu Peter wurde ich zu einem spontanen Fotoshooting geschnappt. Gute Laune im Gesicht für uns, gute Bilder für die Sponsoren der Ausrüstung. Gute Sache.

Bye bye Käsespätzle

Gleich geht es los Richtung Darmstadt. Da treffe ich mich mit Peter, um die letzten Absprachen für die Reise zu treffen. Außerdem wäre es auch eine gute Idee, wenn wir mal vorher das neue Zelt aufbauen, bevor wir in Schweden schon vor der ersten Nacht scheitern ....

Ansonsten habe ich eine riesen Portion Allgäuer Käsespätzen mit Bergkäse reingefuttert, denn ab morgen heißt es Tütenverpflegung, äh Trekkingnahrung.
Mal sehen, welche Leckereien auf uns warten. Auf jeden Fall wird das Ambiente beim Löffeln großartig sein.

Samstag morgen geht der Flieger.
Ehrlich, so langsam bin ich aufgeregt ...

Kuhmist am Stiefel?!

Der Morgen vor der Abreise nach Schweden beginnt mit viel deutscher Sonne. Gerade das richtige Wetter, um die Wanderstiefel noch von den Resten des Vorbereitungs-Allgäu-Trips zu reinigen.
Immer wieder erstaunlich, wie resistent getrocknete Kuhkacke im Profil einer Vibramsohle festkleben kann!
Aber mit Wasserschauch geht alles besser.
Jetzt strahlen sie wieder und trocknen in der Sonne. 
Info für Nerds: Ich trage die Meindl Air Evolution 3.1 (dazu noch Blasenpflaster an beiden Fersen von der Einlauf-Tour auf den Siplinger Kopf im Allgäu).
Der Aufstieg erfolgte aus dem wunderschönen Gunzesriedertal.
Siplinger Kopf



Donnerstag, 6. August 2015

Packprobleme, Teil 2

So, die Hälfte der Ausrüstung liegt  nun bereit. Das bisherige Gewicht betägt 5,528kg, gewogen mit der Küchenwaage und der Hilfe meiner Tochter Lilli.
Dabei habe ich festgestellt, dass es wirklich die Möglichkeit gibt, ein paar Gramm einzusparen: Beanie raus, Gore-Helmcap  rein. Zahnbürste 15g statt Zahnbürste 16g. Egal, wie schwer der Rucksack am Ende sein wird - er wird zu schwer sein!
Ach ja, ich habe Kaffee-Ersatz gefunden. Der koffeinabhängige Hiker trinkt N@spresso Espresso zum Einrühren in heißes Wasser. Bäm! Geht also doch. Und für den nötigsten Notfall habe ich auch mal zu den Powerbars Schoko zwei Chinasuppen eingepackt.

Aus allen Ländern

Ich habe gerade ein wenig die Namen der Teilnehmer studiert, die auch in der Startgruppe am Sonntag um 9.00 das Abenteuer beginnen werden. Das klingt alles sehr international. Viele Teams kommen aus Korea, Starter aus den Niederlanden, Österreich, Frankreich habe ich auch schon entdeckt. Großartig. Ich freue mich schon sehr, neue Menschen und ihre Geschichten kennenzulernen.

Startliste

http://www.fjallraven.com/start-list

Tipps für Anfänger: Stockmarkierung

Ich habe ja schon von der FC-Facebook-Gruppe geschrieben. Hier ist ein genialer Tipp von Peter Edvardsson. Dabei geht es um einen großen Effekt mit kleiner Vorbereitung.

property of Peter Edvardsson
It is great to see how excited everyone is about the event and I hope I will meet you on the trail or maybe at Trekkers Inn. Since it looks like we are going to have quite a wet hike so here is a good tip & trick if you are walking with poles. Mark the pole were your boot ends. This way you can use it to measure the depth of the water you encounter and avoid getting water in your shoes.

 Dann mal los und kleben.

Packprobleme, Teil 1

Wie man im Saarland sagt: oh leck! Was geht mit, was bleibt daheim?

Der Rucksack sollte das Gewicht von 15kg nicht überschreiten, empfiehlt Peter. Das wird hart.
Sein erster konkreter Tipp: Kaffeemaschine zuhause lassen. Ich glaube, ich muss heulen.

Hier seht ihr schon mal einen ersten Teil der Ausrüstung.
Die komplette Liste habe ich mit der App 'Wunderlist' zusammengestellt und immer wieder mit einer Facebook-Gruppe aus erfahrenen 'FC-lern' abgeglichen.
Trotz aller Maximierungsversuche. ein wenig Luxus muss sein: einen Akkupack werde ich ins Gepäck mogeln.




Noch ein paar Links

Für alle, die mehr wissen wollen, habe ich hier ein paar Links zusammengestellt.


property of www.fjallraven.de/classic
Fjällräven Classic 2015

Sport Hübner, Darmstadt

Informationen zum Wandern in Schweden

Wetter rund um den Zielort Abisko auf wetter.com

Fjällräven auf Facebook mit Live-Infos zu dem Event 

An unexpected journey

Es ist wirklich unglaublich aber wahr: ich starte bei der Fjällräven Classic 2015!

110 Kilometer liegen vor mir, besser vor uns. Denn begleitet werde ich von Peter Votteler von 'Sport Hübner' aus Darmstadt. Dem Sporthaus ist es zu verdanken, dass es überhaupt nach Nordschweden losgehen kann.
'Sport Hübner' hat im Frühjahr für seine Kunden einen Startplatz zu Verfügung gestellt. Dazu gibt es erfahrene Reisebegleitung für einen Anfänger wie mich und ein großzügiges Ausrüstungsstarter-Paket.

Auf jeden Fall werden wir von Nikkaluokta nach Abisko wandern und ziemlich sicher gemeinsam viel erleben, wovon ich zum jetzigen Zeitpunkt wohl nur träümen kann.

Ich versuche euch auf dem Laufenden zu halten, sofern es die Mobilfunk-Situation erlaubt.
Aber ich zitiere gerne aus dem Handbuch auf der Fjällräven-Internetseite:
" Der Fjällräven Classic verläuft zum größten Teil durch Gegenden ohne Handyempfang". Tja.


Noch zweimal im Bett schlafen, dann geht es los!

Ich freue mich ..